Abizeitung

Die Abizeitung ist das Abschlusswerk eines jeden Abi-Jahrgangs. Sie ist ein wertvolles und bleibendes Erinnerungsstück für die Abiturienten, aber auch für Lehrer, Mitschüler und Angehörige. Obwohl die Abizeitung als Zeitung bezeichnet wird, ist sie jedoch vielmehr als ein Buch zu betrachten, in dem die Oberstufenzeit mit all ihren Facetten dokumentiert und festgehalten wird. Deshalb wird die Abizeitung gerne auch als Abibuch, Abiturbuch, Abschlusszeitung oder Jahrbuch bezeichnet. Insbesondere in Österreich spricht man auch von der Maturazeitung. Eher seltener erscheint die Abizeitung wirklich in Form einer Zeitung. In der Regel gestalten die Abiturienten den Großteil der Texte selbst, jedoch beteiligen sich oftmals auch Lehrer und Schulleitung mit eigens geschriebenen Inhalten ein wenig an dem Gesamtkunstwerk.

Konzeption der Abizeitung

AbizeitungDie Abizeitung ist ein umfassendes Projekt, das über das gesamte Schuljahr hinweg in Einzelteilen aufgebaut wird. Empfehlenswert ist es, bereits 1 bis 1,5 Jahre vor dem Abi mit der Planung und Erstellung der Abizeitung zu beginnen. Das Team, das sich um die Erstellung der Abizeitung kümmert, wird viel zu tun haben. Und gerade weil die Abizeitung eine schöne Erinnerung für jeden werden soll, ist bei der Erstellung große Sorgfalt wichtig. Zudem gilt es bei der Umsetzung einiges zu beachten!

Da die Abizeitung über einen längeren Zeitraum hinweg erstellt wird, ist es sinnvoll, das Arbeitsteam aufzuteilen und die Aufgaben so besser zu koordinieren. So sollten für Layout, Berichte, Kommentare, Fotos, Statistiken und die Sponsorensuche eigenständige Unterteams gebildet werden, die sich ausschließlich um ihren Bereich kümmern. Eine Chefredaktion koordiniert die verschiedenen Projekte, fasst diese zusammen und kümmert sich darum, dass der Überblick nicht verloren geht. Die Wahl der Chefredaktion kann beispielsweise per Abstimmung erfolgen – sinnvoll ist es, dass sich für diesen Posten jemand aufstellen lässt, der stressresistent ist und gegebenenfalls auch schon Erfahrung mit ähnlichen Aufgaben sammeln konnte.

In der Anfangszeit geht es zunächst darum, gemeinsam Ideen zu sammeln und Themen zu entwickeln. Später konzentriert man sich dann eher auf die Suche nach Sponsoren und Werbetreibenden, die in der Abizeitung erscheinen sollen. Grundsätzlich ist es sinnvoll, mit Deadlines zu arbeiten (interne und öffentliche bzgl. eines Puffers bis zum endgültigen Druck) und darauf zu achten, dass diese auch streng eingehalten werden. Die Fristen sollten natürlich aber so gelegt werden, dass sie gut einzuhalten sind. Dann ist ein reibungsloser Ablauf gegeben.

Die Abizeitung wird nach Ende des Abi-Schuljahres herausgegeben, oftmals auch im Rahmen des Abiballs bzw. der Abifeier. Bis dahin sollte die Zeitung dann auf jeden Fall fertig gedruckt bereitliegen.

Schreibstil und Optik

Jedem Jahrgang bleibt es selbst überlassen, in welchem Stil er seine Abizeitung halten will. In der Regel ist ein lockerer und humorvoller Schreibstil üblich. Die Redaktion der Abizeitung sollte darauf achten, dass Rechtschreibfehler noch vor dem Druck ausgemerzt werden, und sollte deshalb alle Texte vor der Freigabe noch ein oder zweimal Korrektur lesen. Auch wenn die Textqualität einiger Schreiber eher niedrig ist, so kann die Redaktion Verbesserungen vornehmen, ohne dabei jedoch den Inhalt zu verändern.

Lehrer- und Schülerportraits können sehr unterschiedlich ausfallen. Die einen bekommen großes Lob, wieder andere ernten Kritik. Beleidigungen sollten außen vor bleiben, schließlich sollte sich niemand über seine Abizeitung ärgern müssen.

Hinsichtlich des Layouts macht es Sinn, das gewählte Abimotto mit aufzunehmen. Grafisch und künstlerisch begabte Abiturienten finden sich in fast jedem Jahrgang wieder (bspw. im Kunst-Leistungskurs), die bei der Umsetzung eines schönen Einbandes und der optischen Gestaltung des Heftes helfen können. Ist das Geld dafür vorhanden, kann die Abizeitung auch vollständig in Farbe gestaltet werden.

Als Software eignen sich DTP-Programme, die beispielsweise im Internet meist kostenlos heruntergeladen werden können. Dazu zählen unter anderem Serif PagePlus SE oder auch Scribus. Stehen professionelle Grafikprogramme, wie Adobe InDesign, Corel Draw oder QuarkXPress, zur Verfügung, so können natürlich auch diese zum Einsatz kommen.

Sicherheit & Recht

Zur Sicherheit sollte möglichst jede Woche eine Datensicherung durchgeführt werden. Am besten ist es, die Inhalte auf einem externen Datenträger zu speichern, um Datenverlusten vorbeugen zu können.

Rechtlich gesehen ist zu beachten, dass auch bei einer Abizeitung die Impressumspflicht besteht. Werbung im Abibuch muss als solche gekennzeichnet werden. Ebenfalls sollte das Presserecht des jeweiligen Bundeslandes Berücksichtigung finden. Informationen hierüber finden sich im Internet – unter anderem auf presserecht.de und jugendpresse.de.

Bei der Verwendung fremder Fotos und Texte ist auf Urheberrechte zu achten. Auch wenn es “nur” eine Abizeitung ist – Abmahnungen können auch hier bei Verletzung von Copyright- oder Urheberrechten erfolgen!

Auf der zweiten Seite erfahrt ihr unter anderem, was man an Inhalten alles in die Abizeitung packen kann, wie man Sponsoren findet, die Werbe-Preise festlegt und den Druck anfertigt: Inhalte & Sponsoring bei Abizeitungen

Weitere Tipps und Tricks auf leserberichte.de. Bezogen auf den Druck bietet abistar.de noch gute Ratschläge.


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